Infoabend des Stadtverbands Brühl mit Roger Beckamp am 29.08.19

Am 29.08.2019 setzte der Stadtverband Brühl seine Reihe der monatlichen Infoabende fort. Zu Gast war diesmal der aus Köln stammende Abgeordnete der AfD-Fraktion im Landtag NRW Roger Beckamp. Er gab den über 30 Gästen einen interessanten Einblick in seine Parlamentsarbeit, die er als bau- und heimatpolitischer Sprecher wahrnimmt.

Als Einstimmung in den Vortrag zeigte Jobst Schmidt – Sprecher des Brühler Stadtverbands – ein Video von Beckamp über seine Erlebnisse im Rahmen einer Pro-Erdogan-Demonstration bei seinem Besuch in Köln anlässlich der Eröffnung der dortigen DITIB-Mosche:

https://www.youtube.com/watch?v=SpiRnjTCNHw

Anhand dieses Beispiels verdeutlichte Beckamp die Bedeutung der medialen Arbeit für die AfD, die sich seit Gründung gegen falsche Vorurteile und Diffamierung in der öffentlichen Berichterstattung zur Wehr setzen muss.

Auch die Arbeit im Landtag wird von den Medien kaum bis gar nicht wahrgenommen und berichtet. Dabei ist die AfD in allen Ressorts aktivste und konstruktivste Oppositionspartei und kann mit Helmut Seifen (langjähriger Gymnasialdirektor) für Bildung und Markus Wagner (Fraktionsvorsitzender) für innere Sicherheit die wichtigsten Themen in NRW auch personell sehr stark besetzen.

Als bau- und heimatpolitischer Sprecher beschäftigt sich Beckamp intensiv mit der aktuellen Wohnungsnot in fast ganz NRW. Neben Einflussfaktoren wie die aktuelle Zinspolitik der EZB, die aus NRW kaum beeinflussbar sind, prangert er die Wohnungsbaupolitik der vergangenen und in Teilen auch aktuellen NRW-Regierung an. So sollen nicht nur die enorm hohen Kaufnebenkosten gesenkt, sondern vor allem auch die Verdrängungseffekte durch den Zuzug sog. Flüchtlinge bekämpft werden. Diese haben in NRW die ohnehin schon angespannte Wohnungssituation noch weiter verschärft. Auch die Mär davon, dass dadurch ja niemanden etwas genommen würde, widerlegt er, da nicht nur Wohnraum wegfällt, sondern dieser auch noch durch Steuergelder finanziert werden, was den Bürgern selbst wiederum nicht mehr zur Verfügung steht. Hier fordert Beckamp mehr Unterbringung von Flüchtlingen in Massenunterkünften und deutlich effektivere Abschiebungen. Derzeit verbringen 70.000 Ausreisepflichtige ihre Zeit in NRW, was in unserer Region mit 75.000€ pro Person pro Jahr zu Buche schlägt, da viele in Hotels untergebracht werden müssen. Auch eine Fehlbelegungsquote von etwa 50% im sozialen Wohnungsbau befördert die Schieflage auf dem Wohnungsmarkt. Hier fordert Beckamp eine regelmäßige Überprüfung der Wohnberechtigung, die derzeit gar nicht durchgeführt wird.

Wohnungsbau und Heimat sind dabei eng miteinander verknüpft. So wird durch die Ansiedlung der Migranten ein Verschwinden der Heimat konstatiert, was jedoch kein Grund zur Besorgnis des NRW-Heimatministeriums ist. Dieses sieht im Begriff Heimat vielmehr etwas Beliebiges, was nicht auf hiesige Sitten, Bräuche oder Traditionen beschränkt ist. Das ermöglicht auch viele Subventionen für Projekte, die mit dem eigentlichen Heimatbegriff nichts mehr zu tun haben.

Neben diesen Themen setzt sich Roger Beckamp auch für die Einführung einer direkten Demokratie in NRW ein. Dadurch könne ein besserer Argumentationsaustauch und Diskurs stattfinden, der nicht nur die Bürger besser einbindet, sondern auch zu hochwertigeren Ergebnissen führt, als dies teilweise in den Ausschüssen des Landtags möglich ist.

Die direkte Demokratie, in Form von Bürgerbegehren o.ä., ist auch ein Instrument auf kommunaler Ebene, dass die AfD unterstützen sollte.

Zum Abschluss gab es noch eine lebhafte Diskussion zum aktuellen Zustand der AfD NRW, die aufgezeigt hat wie wichtig es ist professionell zusammenzuarbeiten und sich stets auch an den Mitgliedern und Wählern zu orientieren.

Der AfD-Stadtverband Brühl bedankt sich für den sehr unterhaltsamen und informativen Vortrag bei Roger Beckamp. Im kommenden Monat wird Klaus Esser – Referent der AfD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag – zum Thema Linksextremismus referieren. Wenn Sie auch dabei sein möchten, melden Sie sich einfach unter buero@afd-bruehl.de an oder verfolgen sie uns auf Facebook.

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